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Die 9 grundlegendsten technischen Begriffe für Websitebetreiber erklärt

1. Domain

Eine Domain ist sozusagen die namentliche Adresse einer Website. Zum Beispiel hat Facebook die Domain facebook.com. Domains bestehen aus zwei Teilen:

  1. die Top-Level-Domain (TLD), z.B. .com oder .de. Historisch gibt es eine begrenzte Anzahl dieser TLDs, die von offizieller Seite festgelegt werden.
    Top-Level-Domains können auch aus mehreren Teilen bestehen, z.B. co.uk. Auch wenn die Verwendung bestimmter TLDs historisch bestimmten Zwecken oder Zielgruppen dient (z.B. de für Deutschland oder .org für nicht gewinnorientierte Organisationen), ist sie in den meisten Fällen nicht reglementiert. Es kann also prinzipiell jeder jede TLD nutzen.
  2. Der Domainname selbst, in unserem Beispiel also “facebook”. Dieser Name ist frei wählbar.

Jede Domain, also Name + TLD ist eindeutig. Um eine Domain zu nutzen, muss man sie registrieren. D.h., man trägt sich zum Beispiel mit Hilfe eines Webhosting-Anbieters wie z.B. Strato.de gegen eine Gebühr ein. Andersherum kann man für jede existierende Domain nachschlagen, auf wen sie registriert ist (z.B. unter whois.net).

2. Subdomain

Eine Subdomain ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein Unterbereich einer Domain. Z.B. wäre jobs.facebook.com eine Subdomain von facebook.com. Das bekannte www.domain.de ist übrigens auch eine Subdomain, die sich irgendwann mal als Standard etabliert hat.
Subdomains einer Domain kann nur der Inhaber der Domain selbst nutzen.

Subdomains kann man z.B. verwenden, um abgetrennte Bereiche einer Website abzubilden (z.B. den Jobbereich). Zwingend benötigt werden sie allerdings nicht. Auch die bekannte www-Subdomain ist nicht nötig. Viele Websites verwenden sie auch gar nicht mehr.

3. URL

So weit noch alles klar? Jetzt kommt der dritte wichtige Begriff rund um Internetadressen: die URL. Eine URL sieht z.B. so aus:
http://hootproof.de/wp-content/uploads/2015/05/hootproof_logo2.png

Die Abkürzung „URL“ steht für Uniform Resource Locator und gibt den eindeutigen Ort einer Datei im Internet an. Eine Datei kann eine bestimmte Seite einer Website sein (z.B. auch ein Blogpost) oder auch ein Bild, ein PDF oder jede andere Datei.

Während eine Domain also die Adresse einer “ganzen” Website ist, gibt eine URL die Adresse einer einzelnen Datei an. Dabei ist die Domain auch Teil der URL, aber nicht andersherum. Eine Domain ist meist gleichzeitig eine URL (und gibt den Ort der Startseite der zugehörigen Website an), aber nicht andersherum. Eine URL ist global eindeutig.

4. Hosting / Webhosting

Jede öffentliche Website läuft auf einem Computer, einem so genannten Server oder auch Webserver, der öffentlich und jederzeit aus dem Internet zugänglich ist. Da es sehr aufwändig und kompliziert ist, selbst einen solchen Webserver einzurichten und zu betreiben, übernehmen Webhosting-Anbieter diese Aufgabe gegen eine Gebühr. Der Webhoster kümmert sich um Wartung und Einrichtung des Webservers und stellt Speicherplatz und Rechenleistung zur Verfügung.

Den Server teilt man sich dabei in der Regel mit mehreren anderen Kunden, wovon man aber meist nichts merkt.
Webhosting gibt es von vielen Anbietern und in sehr unterschiedlichen Paketen, meist aber schon ab wenigen Euro pro Monat.

Es macht für das Betreiben einer öffentlichen Website wenig Sinn, ein Hosting ohne Domain zu haben – daher bieten die meisten Anbieter in ihren Paketen auch die Registrierung von Domains an. Rein theoretisch sind Webhosting und Domainregistrierung aber unabhängig voneinander.

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5. FTP

Dank deines Hostinganbieters läuft deine Website also auf einem fremden Server. Um deine Dateien auf diesen Server zu bekommen, kannst du FTP verwenden. Diese Abkürzung steht für File Transfer Protocol. Am einfachsten nutzt du FTP, indem du dir einen FTP-Client installierst, z.B. FileZilla oder WinSCP. Mit den FTP-Zugangsdaten, die du von deinem Hosting-Anbieter bekommst, kannst du dich auf deinem Webserver einloggen. Dann kannst du ganz einfach Dateien dorthin hoch- oder von dort herunterladen.

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6. HTML & CSS

Rufe mal eine Website deiner Wahl auf, z.B. einen Blog. Drücke dann unter Mac cmd+alt+U (Chrome) bzw. cmd+U (Firefox) oder unter Windows strg+alt+U bzw. strg+U. Dann sollte sich ein neues Fenster öffnen, in dem dir der Quelltext der Website angezeigt wird. Das ist also die textuelle Repräsentation von der Website, die du sonst in Form von hübsch angeordneten Bildern, Texten und anderen Elementen siehst.

Die meisten Websites werden durch HTML und CSS dargestellt. HTML ist eine so genannte Auszeichnungssprache (keine richtige Programmiersprache). Damit werden die einzelnen Elemente einer Website festgelegt, z.B. Kopfbereiche, Texte, Überschriften oder die Einbindung von Bildern. Mit CSS (Abkürzung für Cascading Stylesheets) wird dann festgelegt, wie genau diese Elemente aussehen sollen (z.B. Farbe, Schriftgröße, Bildgröße, Ränder, genaue Anordnung).

Zwei Websites mit dem selben HTML können also durch unterschiedliches CSS vollständig unterschiedlich aussehen. Der optische Aufbau wäre aber ähnlich. Um kleinere optische Änderungen an deinem Blog vorzunehmen, brauchst du also CSS-Kenntnisse.

7. PHP

Kommen wir nun zu PHP, einer “echten” Programmiersprache. PHP ist eine der verbreitesten Programmiersprachen im Internet. Ganz WordPress läuft damit, auch die Themes und Plugins. Um einen Blog zu betreiben, brauchst du aber keine PHP-Kenntnisse.
Wichtig für dich als Websitebetreiber ist aber, dass dein Webhosting PHP zulässt (mittlerweile erfüllen das aber fast alle Hostingpakete).

8. Datenbank & MySQL

Der letzte wichtige Bestandteile fast aller Websites ist eine Datenbank. Darin können zum Beispiel die Texte einer Website strukturiert gespeichert, abgefragt und modifiziert werden.

Datenbanken bestehen meist aus Tabellen (relationale Datenbanken). Diese Tabellen kannst du dir so ähnlich vorstellen wie ein Excel-Sheet. In den verschiedenen Spalten werden Informationen strukturiert und jeder Datensatz entspricht einer Zeile in dieser Tabelle. Zum Beispiel werden in WordPress alle Blogbeiträge in so einer Datenbanktabelle gespeichert, wobei z.B. der Titel, das Veröffentlichungsdatum und der Text jeweils in einzelnen Spalten zu finden sind.

MySQL ist eine datenbankinterne Programmiersprache, die für Websites sehr verbreitet ist. Viel mehr musst du darüber auch gar nicht wissen, um deine Website zu betreiben.

Wichtig für die Auswahl deines Webhosting-Pakets: Um WordPress zu  verwenden, benötigst du mindestens eine MySQL-Datenbank.

9. Content-Management-System (CMS)

Den Begriff Content-Management-System hast du bestimmt schonmal gehört. WordPress zum Bespiel ist so ein CMS. Letztendlich ist ein CMS eine Software, die dir als Blogger die Aufgabe abnimmt, deine Website per Hand mit PHP, HTML & CSS und einer Datenbank zu erstellen. Stattdessen kannst du über eine grafische Benutzeroberfläche, nämlich das WordPress-Backende ganz ohne Programmierkenntnisse Seiten und Artikel erstellen und veröffentlichen.

Es gibt natürlich noch andere CMS, die sich für bestimmte Zwecke mehr oder weniger gut eignen. WordPress ist mittlerweile weltweit das am weitesten verbreitete CMS. Schätzungsweise werden 19% aller Websites auf der ganzen Welt mit WordPress betrieben (Update Mai 2016: mittlerweile sind es 26%). WordPress ist unter anderem so beliebt, weil es einfach zu verwenden, kostenlos und quelloffen ist (d.h. jeder kann den Programmcode einsehen und ggf. erweitern).

Andere bekannte CMS sind zum Beispiel TYPO3, Joomla und Drupal.

Kurz und knapp zusammengefasst

Bereit für die geballte Zusammenfassung dieses Artikels? Hier ist sie, mit allen Begriffen in einem Absatz:

Eine Website besteht meist aus HTML & CSS Code, der meist mithilfe einer MySQL-Datenbank und PHP, oft von einem CMS generiert wird. Durch Webhosting von einem Anbieter läuft die Website auf einem Server, der öffentlich unter einer bestimmten Domain erreichbar ist. Unterwebseiten oder abgetrennte Bereiche der Website können unter zusätzlichen Subdomains auffindbar sein. Jede einzelne Seite, jeder Blogpost, jedes Bild und jede sonstige Datei einer Website können anhand ihrer eindeutigen URL aufgerufen werden. Per FTP kannst du Bilder und andere Dateien, auch Programmcode, auf deinen Webserver hochladen um sie anschließend dann auf deiner Website einzubinden.

War das verständlich? Über welche Begriffe bist du sonst noch gestolpert, die einer Erklärung bedürfen? Schreib deine Fragen gern in die Kommentare.

Willst du noch mehr über Websites und WordPress lernen und deine „zweiten“ Schritte in WordPress machen? Dann ist vielleicht mein Online Kurs etwas für dich.

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Michelle,
    Danke, im Namen aller, die mit Fachbegriffen kämpfen, sich aber oft nicht trauen nachzufragen. 🙂 Eine wirklich schöne Auswahl und leicht verständlich erklärt.

    Liebe Grüße
    Daniela

    Antworten

    • Hi Daniela,
      gerne und das freut mich, wenn du hier noch was lernen konntest.
      Schönen Gruß
      Michelle

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