Sind wir mal ehrlich: Wir alle wissen, wie wichtig Backups von WordPress sind. Und trotzdem erstellen wir nicht regelmäßig welche – weil wir es vergessen oder auch mal zu faul sind. Bis der Ernstfall eintritt und all die Arbeit verloren ist. Lass es gar nicht erst so weit kommen und erspare dir die schlaflosen Nächte und den Ärger, die ein fehlendes Backup im Ernstfall bedeuten können.

Die Wahrheit: Backups erfüllen ihren Zweck am besten, wenn sie regelmäßig, automatisch und sicher erstellt werden.

Wenn du das Warum, Wo und Wie Oft nicht lesen willst, klick direkt zur Essenz dieses Artikels: Wie du es wirklich schaffst regelmäßig ein Backup zu erstellen.

Was ist ein Backup?

Ein Backup deiner WordPress-Seite ist eine Sicherung aller Dateien und der WordPress-Datenbank, die du idealerweise separat aufbewahrst. Damit kann ein älterer Stand der Website später wiederhergestellt werden.

Warum Backups erstellen?

Vermutlich kennst du die Gründe für regelmäßige WordPress-Backups bereits. Daher halte ich mich kurz:

Serverprobleme

Webserver sind auch nur Computer: Sie können abstürzen, gehackt werden oder physisch kaputt gehen. Und das passiert öfter als erwartet.

Deine Seite wird gehackt

WordPress ist zwar ein sehr sicheres System, wenn man einige grundlegende Sicherheitshinweise beachtet. Dennoch ist nicht völlig ausgeschlossen, dass ein Angreifer deine Seite infiltriert.

Du zerstörst aus Versehen deine Seite

Du versuchst etwas am Theme oder Layout zu ändern oder ein WordPress Update geht schief – all das kann relativ unvorhergesehen passieren. Gerade wenn du denkst, dass du ja „nur eine Kleinigkeit“ ändern willst. Da ist es Gold wert, wenn du vorher ein Backup erstellt hast und zur Not auf eine ältere Version deiner Website zurückgreifen kannst.

Was muss gesichert werden?

WordPress besteht im Wesentlichen aus folgenden Komponenten:

  • Datenbank: enthält Blogartikel, Seiten, Kommentare, sonstige Inhalte (z.B. Slider), die meisten Einstellungen von WordPress, des Themes und der Plugins
  • Systemdateien, die bei allen WordPress-Installation gleich sind (sich nur zwischen Versionen unterscheiden)
  • Uploads: individuelle Dateien, z.B. Bilder, Logos
  • Themes
  • Plugins
  • Server- und Systemkonfigurationsdateien (z.B. die wp-config.php, .htaccess, robots.txt)

Um eine WordPress Website komplett wiederherzustellen, benötigst du alle diese Komponenten. Am komfortabelsten ist daher ein komplettes Backup der Datenbank und aller Dateien.

Ausreichen würden theoretisch aber auch die Datenbank, eine Liste der Plugins, dein aktives Theme und die Uploads.

Wie oft sollte ich ein Backup erstellen?

Das hängt davon ab, wie oft du Änderungen an deiner Seite vornimmst. Ideal wäre natürlich ein tägliches vollständiges Backup. Doch da WordPress Backups schnell einige hundert Megabyte groß werden, ist das unpraktikabel.

Meine Empfehlung ist daher:

  • erstelle täglich ein Backup der Datenbank: Damit sicherst du alle Daten, die sich schnell ändern (z.B. Kommentare, Blogposts, Einstellungen)
  • sichere wöchentlich zusätzlich alle Dateien: Damit sicherst du auch hochgeladene Medien, Plugins und Themes
  • erstelle außerdem vor umfangreichen oder ungewohnten Änderungen ein vollständiges Backup der Dateien

Wenn du sehr viel Aktivität auf deiner Website hast (sehr oft neue Artikel, Kommentare usw.), dann könnte sogar eine tägliche vollständige Sicherung die beste Lösung für dich sein.

Bewahre jeweils 2-14 dieser Backups auf – je mehr desto besser. So kannst du auch noch nach mehreren Wochen auf ein altes Backup zurückgreifen, falls du erst dann einen Fehler feststellst.

Wo soll das Backup gespeichert werden?

Ganz einfache Antwort: Woanders! Warum:

1. Sicherheit vor Angreifern:

Stell dir vor, jemand findet den Ort deines Backups heraus und lädt es herunter. Schwups, hat er die Zugangsdaten zu deiner Datenbank (und vielleicht sogar deine FTP-Zugangsdaten) und kann Unsinn treiben mit deiner Live-Seite!

2. Sicherheit vor technischen Schäden

Wenn der Server beschädigt wird, ist auch dein Backup futsch, wenn du es einfach auf deinem Webserver in einem Ordner gespeichert hast.

Möglichkeiten zur sicheren Aufbewahrung deines WordPress Backups

  • Herunterladen auf den eigenen Computer, USB-Stick oder eine externe Festplatte
  • in der Dropbox (verbraucht aber viel Speicherplatz) – ideal wenn du Dropbox Premium verwendest. Extra-Tipp: Um Speicherplatz auf deinem Computer zu sparen, schließe den Backup-Ordner von der Synchronisation aus.
  • speichere es auf einem anderen FTP-Server (falls du noch einen zur Verfügung hast; idealerweise bei anderem Hosting-Anbieter)
  • verwende einen anderen Cloudspeicher (Google Drive, Microsoft OneDrive, iCloud, owncloud…)
  • verwende ein kostenpflichtiges Backup-Plugin, das dir zusätzlich Speicher für deine Sicherungen zur Verfügung stellt (z.B. die Premium-Version „Vault“ von UpdraftPlus)
  • einen Support-Service in Anspruch nehmen, der das für dich übernimmt 😉

Warum du dich beim Backup nicht auf deinen Hoster verlassen solltest

Ja, manche Hoster werben damit, täglich ein Backup deiner Dateien zu machen. Im Ernstfall schnell daran zu kommen, kann aber schwierig sein. Erst kürzlich hatte ich eine Kundin, bei der der gesamte Server abgestürzt ist und nicht wiederherstellbar war. Das letzte Backup war über einen Monat alt und in der Zwischenzeit hatte sie umfangreiche Änderungen an ihrem Layout vorgenommen und einige neue Artikel veröffentlicht. Somit musste sie einen Großteil der Arbeit erneut machen.

Bei einem umfassenden Systemschaden können zudem auch die Backups verloren gehen. Zumal die Datenbank oft nicht mitgesichert wird – dabei enthält gerade die den Großteil der Daten wie alle deine Artikel, Kommentare und Einstellungen.

Ausnahmen von dieser Regel: Spezialisierte WordPress-Hoster wie WP Engine* & RAIDBOXES*, die sich wirklich zuverlässig und mit hoher Frequenz um dein Backup kümmern. Doch auch hier macht es Sinn, das Backup hin und wieder herunterzuladen und selbst zu archivieren.

Wie du es wirklich schaffst, regelmäßig ein Backup zu erstellen

Oberste Priorität ist hier: Halte es so einfach wie möglich und so zuverlässig wie möglich. Wähle das passende Backup-Plugin aus und plane das Backup automatisch ein, sodass du es nicht vergessen kannst!

Meine Empfehlung: Updraft Plus (kostenlos und ermöglicht auch die leichte Wiederherstellung aus einem Backup) und BackupBuddy (kostenpflichtig, dafür inkl. Speicherplatz für Backups).

Im Folgenden zeige ich dir, wie du Updraft Plus einrichtest, um ein tägliches Datenbank-Backup und ein wöchentliches Komplettbackup zu erstellen.

Edit: Aufgrund aktueller massiver Probleme empfehle ich hier nicht mehr BackWPup, sondern UpdraftPlus. Zur Anleitung zur Einrichtung von BackWPup.

Das Plugin UpdraftPlus richtig einrichten

Installiere das Plugin wie gewohnt direkt aus WordPress (suche z.B. nach „updraftplus“ und es sollte als erstes Suchergebnis auftauchen). Aktiviere das Plugin.

Die Einstellungen findest du anschließend im WordPress-Menü unter Einstellungen > UpdraftPlus Sicherungen.

  1. Geh zum Reiter Einstellungen und leg die Intervalle für das Datenbank- und das Datei-Backup fest (nach meiner Empfehlung täglich bzw. wöchentlich).
  2. Stelle die Anzahl der aufbewahrten Backups bei „und bewahre diese geplanten Sicherungen:“ auf 2 bzw. 14 (abhängig davon, wie viel Speicherplatz dir zur Verfügung steht).
  3. Wähle den Speicherort für dein Backup aus dem Dropdown aus (bei „Kopiere deine Sicherung zum Fernspeicher“)
  4. Klicke auf „Änderungen speichern“
  5. Erst jetzt: Stell die Verbindung zu deinem Speicherort her. Klicke dazu auf den Link und folge den Schritten.
  6. Klicke erneut auf „Änderungen speichern“
  7. Warte einen Moment, bis das geplante Backup startet.
  8. Prüfe in deinem Speicherort (z.B. der Dropbox), ob das Backup erstellt wurde oder lade es auf deinen Computer herunter.

Updraft Plus Backup einrichten WP

Du kannst jederzeit manuell ein Backup starten, indem du auf dem Tab „Aktueller Status“ auf „Jetzt sichern“ klickst.

Während der Erstellung des Backups kannst du den Fortschritt auf dem ersten Tab beobachten:

Updraft Plus aktueller Status Backup

Glückwunsch! Damit hast du automatische, regelmäßige Backups eingerichtet und musst nicht mehr um deine mühevolle Arbeit bangen. Wenn du noch Fragen dazu hast, stell sie in den Kommentaren oder schreib uns. 

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