Ich bin auf Facebook in mehreren Gruppen aktiv, in denen man sich über WordPress-Probleme, -Fragen und deren Lösungen austauscht. Gerade heute las ich dort wieder den Satz „kennt ihr ein passendes Plugin dafür?“ – dabei ging es um eine simple CSS-Anpassung.
Doch für fast jedes Problem scheint es die passende Pille in Form eines Plugins zu geben – schnell zu finden und zu installieren. Nicht immer ist ein Plugin dabei tatsächlich der richtige Ansatz oder die optimale Lösung. Denn ein Plugin bringt immer auch folgende Nebenwirkungen mit, denen du dir bewusst sein solltest:
- Jedes Plugin hat einen (oft zu vernachlässigen) Einfluss auf die Geschwindigkeit deiner Website
- Jedes Plugin stellt ein potentielles Sicherheitsrisiko da
- Wenn du besonders viele (und besonders schlechte) Plugins installierst, kann es zu Inkompatibilitäten der Plugins untereinander, mit deinem Theme und mit der PHP-Version kommen und Fehlermeldungen erzeugen.
Klar, im Zweifel ist ein Plugin besser, als selbst im Code herumzuwerkeln, wenn du dich damit nicht auskennst. Trotzdem geht es in vielen Fällen besser und der Einarbeitungsaufwand zahlt sich schnell aus. Im Folgenden ein paar typische Beispiele, die sich ohne zusätzliches Plugin besser lösen lassen:
Inhaltsverzeichnis
Änderungen am Theme
Du willst, dass dein Theme anders aussieht oder sich anders verhält? Dann erstelle ein Child-Theme und füge die Änderungen dort ordnungsgemäß selbst ein, entweder per CSS oder per PHP. Wenn du nur CSS-Änderungen brauchst, kannst du ein CSS-Plugin nutzen (z.B. Simple Custom CSS) oder die Theme-Optionen. Wenn deine Änderungen umfangreicher werden, empfehle ich dir aber den Umzug in ein Child Theme.
Übersetzungen
Das Plugin Loco Translate zum Übersetzen von Plugins und Themes erfreut sich gerade großer Beliebtheit. Aber WordPress und alle Komponenten lassen sich ganz ohne Plugin übersetzen. Lies hier, wie es geht.
Newsletter-Anmeldung
Nutzst du MailChimp & Co. und bindest die Anmeldeformulare mithilfe eines Plugins in deine Website ein? Dass muss nicht sein, wenn dir dieses Plugin ansonsten keinen Mehrwert bietet (z. B. Popups, A/B-Tests). Stattdessen kannst du den Code von deinem Newsletter-Anbieter direkt einbinden. Finde heraus, wie du externen Code in WordPress einbinden kannst, ohne jedes Mal ein neues Plugin zu installieren.
Google Analytics
Der Tracking-Code selbst lässt sich ebenfalls über das Child-Theme einfügen. Bequemer geht es mit einem allgemeinen Plugin wie Header & Footer, mit dem auch andere Codes und Elemente eingefügt werden können.
Auch das Google Analytics Dashboard muss nicht über ein eigenes Plugin installiert sein, wenn du versuchst deine Pluginzahl zu reduzieren. Stattdessen nutze die Weboberfläche von Google Analytics, wo du sowieso mehr Daten sehen und analysieren kannst.
Fazit
Ja, mit Plugins kann man in WordPress fast alles erreichen. Aber oft gibt es eine technisch „schönere“ Lösung, die die Performance schont und Inkompatibilitäten vorbeugt.