Immer mal wieder erreicht mich per E-Mail oder Support-Ticket die Frage, ob ich bitte die Suchmaschinenoptimierung für eine Website durchführen könnte. Schon diese Frage offenbart meiner Meinung nach ein falsches Verständnis der Materie. Suchmaschinenoptimierung ist keine Liste, die man mal eben abarbeiten kann. Und sowieso halte ich nichts davon, exzessiv so genannte SEO-Techniken anzuwenden (siehe hier oder in diesem Video).

Dennoch gibt es natürlich einige Grundvoraussetzungen für ein besseres Google-Ranking. Durch einige Vorkehrungen kannst du dafür sorgen, dass Google und andere Suchmaschinen deine Seite überhaupt „lesen“ können und Suchende auf deine Seite in den Suchergebnissen klicken.

Wenn du WordPress und ein wenigstens halbwegs passables Theme benutzt, hast du schon viel gewonnen. Deine Seite hat dann bereits ein gut lesbares und hoffentlich valides HTML-Markup.

In diesem Artikel möchte ich dir zusätzlich eine kurze Checkliste an die Hand geben, mit der du die wichtigsten Faktoren der technischen Onpage-Optimierung abarbeiten kannst. Aber vergiss bitte nicht, dass vor allem Content, Qualität und Mehrwert zählen, um gut bei Google zu ranken.

Yoast SEO

Wirklich auf keiner öffentlichen Website fehlen sollte das Plugin SEO by Yoast oder ein vergleichbares. Installiere es kostenlos und richte es korrekt ein.  Es erstellt für dich:

  • Meta-Titel und Meta-Description: Diese werden als Suchergebnis angezeigt und der Meta Title erscheint außerdem als Titel im Browser-Tab.
  • Facebook Open Graph Tags: Spezielle Informationen, die Facebook nutzt, um den angezeigten Text, Titel und das Bild beim Teilen auszuwählen.
  • Twitter Cards: Informationen, die beim Tweeten auf Twitter angezeigt werden.
  • Sitemap: Yoast erstellt automatisch auch eine Sitemap, du findest sie unter deinedomain.de/sitemap_index.xml.

Sitemap bei Google Webmaster Tools einreichen

Die durch Yoast (oder auf anderem Wege) erstellte Sitemap solltest du bei Google Webmaster Tools einreichen, um die Indizierung deiner Inhalte zu beschleunigen. Wie genau das geht, kannst du dir hier im Video ansehen oder als Anleitung in diesem Artikel finden.

Bilder richtig einbinden

Wenn du Bilder in Seiten oder Blogartikel einfügst, solltest du stets den Titeltag sowie den Alternativtext setzen. Der Titeltag kann z.B. der Titel des Bildes sein, während der Alternativtext tatsächlich den optischen Inhalt des Bildes beschreiben sollte. Dadurch sollte auch ein Blinder Leser bzw. Google erahnen können, was dort abgebildet wird.

Außerdem solltest du deine Bilddateien bereits vor dem Upload mit sprechenden Dateinamen versehen (aber dabei keine Sonderzeichen oder Umlaute verwenden!).

Wenn die Bildersuche tatsächlich eine Rolle für dich und dein Thema spielt, fährst du außerdem besser mit eigenen, einzigartigen Bildern. Stockphotos hingegen tauchen identisch mehrfach im Netz auf, was Google erkennt und als nicht einzigartigen Content einstuft.

Geschwindigkeit & Performance

Die Schnelligkeit und der technische Aufbau deiner Seite spielen eine wesentliche Rolle für das Nutzererlebnis – denn wenn deine Seite ewig lädt, auf manchen Geräten nicht richtig funktioniert oder Unmengen an Datenvolumen verbraucht, können auch interessierte Nutzer schnell die Geduld verlieren – und auch Google straft schlechte Seiten ab.

Besonders interessieren dürfte dich daher diese Anleitung, mit der du in wenigen Minuten kostenlos die Performance deiner Seite verbessern kannst. Mehr dazu, wie wichtig Performance ist, findest du in diesem Artikel.

Responsive & Mobiloptimiert

Eng mit dem Performance-Rating einher geht die Anpassung deiner Website auf verschiedene Mobilgeräte. Dein Theme und alle Inhalte sollten responsive sein und sich automatisch allen Bildschirmgrößen anpassen, sodass alle essentiellen Inhalte und Seitenelemente stets sichtbar und bedienbar sind.

Die meisten aktuellen Themes sind bereits responsive. Wenn du umfangreichere Elemente selbst durch HTML oder visuelle Seiteneditoren hinzufügst, prüfe,  ob diese auch auf dem Handy aussehen wie erwartet.

Texte strukturieren

Schreibe deine Artikel nicht einfach im Fließtext herunter. Strukturiere sie durch Zwischenüberschriften und Absätze, sodass sie vor allem für deine menschlichen Leser besser lesbar sind. Auch Google wird dies belohnen und kann die durch Überschriften entstehende Struktur auswerten.

Permalinks

Wähle als Permalink-Einstellungen nicht die Standard-Einstellung von WordPress, sondern eine mit sprechendem Text, z.B. die Einstellung „Beitragsname“. Beim Erstellen einer neuen Seite oder eines Blogposts passe den automatisch generierten Permalink ggf. an – er sollte möglichst kurz und sprechend sein. Keywords oder ihre Synonyme sollten hier auftauchen.

Interne Verlinkung & Seitenstruktur

Wenn du viel Content hast, der mit der Zeit immer mehr wächst, sorge für eine gute Verlinkung zwischen deinen eigenen Seiten und Artikeln. Füge Links zu neuen, themenverwandten Artikeln auch in älteren Artikeln immer mal hinzu. Mache es einfach, passende Inhalte zu finden. Strukturiere dein Menü übersichtlich und intuitiv und bringe ggf. weitere, aber nicht ganz so wichtige, Links im Footer oder der Sidebar unter.

Inhalte aktuell halten

Mische auch statische Inhalte immer mal wieder durch Aktualisierungen und Ergänzungen auf. Sorge außerdem für regelmäßige neue Inhalte – so sehen Google und deine Leser, dass du immer noch voll dabei bist und deine Seite pflegst. Ergänze überholte Inhalte um Anmerkungen oder verweise auf neuere Artikel, wenn sich im Laufe der Zeit Fakten oder Erfahrungen ändern.

Fazit

Suchmaschinenoptimierung ist nicht nur eine Wissenschaft für sich, sondern besteht meines Erachtens heutzutage vor allem darin, echten Menschen Qualität und Mehrwert zu bieten. Trotzdem sollten einige technische Voraussetzungen geschaffen werden, wie diese hier aufgelisteten.

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